Produktfinder für technische Kunststoffe, Elastomere und Schläuche
Sie sind auf der Suche nach einem technischen Kunststoff, einem bestimmten Elastomer oder speziellen Industrieschläuchen? In Anbetracht der Vielzahl unserer Produktvarianten kann die Auswahl ein komplexer Prozess sein. Nutzen Sie den praktischen Produktfinder, um das Passende für Ihren Bedarf herauszufiltern.
Was sind die Eigenschaften amorpher Kunststoffe?
- kein fester Schmelzpunkt
- Glasübergangstemperatur
- Grundfarbe immer transluzent
- DMA-Kurve linear
- mäßige chemische Beständigkeit, außer PVC
- geringe thermische Ausdehnungskoeffizienten
- gut klebbar
- geringe Kriechneigung
- Spannungsrissempfindlich niedrige Verschleißfestigkeit und hohe Gleitreibungszahl
Was sind die Eigenschaften teilkristalliner Kunststoffe?
- Hochleistungskunststoffe
- Konstruktionskunststoffe
- Massenkunststoffe
- Fluorkunststoffe
- extrem hohe chemische Beständigkeit
- hohe Temperaturbeständigkeit
- gute Gleiteigenschaften
- geringe mechanische Festigkeit
- hohe Verschleißraten
- opak
- gute chemische Beständigkeit
- hohe Ermüdungsfestigkeit
- Glasübergangstemperatur charakterisiert den amorphen Bereich
- Schmelztemperatur charakterisiert den kristallinen Bereich
- spannungsrissunempfindlich
Welche Vorteile im Vergleich zu Metallen gibt es?
- Niedrige Dichte und hohe spezifische Festigkeit
- Korrosions- und chemische Beständigkeit
- Elektrische und thermische Isoliereigenschaften
- Gestaltungsflexibilität (z. B. Spritzguss, Zerspanung)
- Möglichkeiten zum Einfärben
Mögliche Zusätze in Kunststoffen?
- Verstärkungsfasern
- Reibungsmindernde Additive
- Füllstoffe
- Stabilisatoren
- Farbmittel
- Schlagzähmodifier
- Flammschutzmitte
Welchen Einfluss hat Glasfaser auf die Eigenschaften von Kunststoffen?
- höhere Festigkeit, Steifigkeit und Kriechfestigkeit
- geringere Wärmedehnung und Schwindung
- bessere Maßhaltigkeit
- problematisches Gleitreibverhalten
- hoher Verschleiß an Werkzeugen
- Verringerung der Schlagzähigkeit
- Orientierung der Fasern birgt Verzugsrisiko
- kritisch bei chemischen Anwendungen
Welche Verstärkungfasern gibt es noch?
Kohlefasern
- mit Glasfasern vergleichbare Verstärkungseffekte
- geringere Dichte als Glasfaser 1,8 g/cm3 vs. 2,5 g/cm3
- gutes Gleitreibverhalten
- Verbesserung der elektrischen und thermischen Leitfähigkeit
- 15- bis 20-mal teurer als Glasfaser (nur die Faser)
Aramidfasern
- flexibel und weniger bruchanfällig als Glas- oder Kohlefasern
- gutes Gleitreibverhalten
Mineralfasern
- besseres Verschleißverhalten als Glasfaser
Welche Additive werden zur Verbesserung der Reibwerte eingesetzt?
PTFE
- Senkung des Gleitreibungskoeffizienten
- Verschleissverringerung und Stick-Slip-Minimierung
UHMWPE
- Effekte mit PTFE vergleichbar, jedoch schwächer ausgeprägt
- Verringerung der Wärmeformbeständigkeit
Silikonöl
- Senkung des Gleitreibungskoeffizienten durch Bildung eines Schmierfilms durch Ölmigration
Graphit
- hohe Gleit- und Schmierwirkung, besonders bei Wasserkontakt
- Verbesserung der Druckfestigkeit
- Verbesserung der elektrischen und thermischen Leitfähigkeit
Molybdänsulfid MoS2
- Verbesserung des Verschleissverhaltens
Welchen Einfluss haben Stabilisatoren auf die Kunststoffeigenschaften
Kreide (Calciumcarbonat)
- gute Gleitreibeigenschaften und günstigste Art der Weißfärbung
Glaskugeln
- isotrope Eigenschaften im Gegensatz zu Glasfasern (unabhängig von der Extrusionsrichtung)
Talkum (Magnesiumsilikat)
- Erhöhung von Steifigkeit und Wärmeformbeständigkeit
- verzugs- und schwindungsarme Spritzgussteile
Kaolin (Aluminiumsilikat)
- Verbesserung der elektrischen Eigenschaften und der Chemikalienbeständigkeit
Schwerspat (Bariumsulfat)
- gezielte Erhöhung der Dichte und Verringerung der Röntgentransparenz
Welche anderen möglichen Füllstoffe haben welchen Einfluss?
Hitzestabilisatoren
- Verringerung der oxidativen Spaltung bei höheren Temperaturen
UV Stabilisatoren
- Schutz vor energiereicher Strahlung
- Ruß wandelt z. B. die schädliche Strahlung in Wärme um
Hydrolysestabilisatoren
- Vermeidung von Abbaureaktionen in feuchtwarmer Umgebung
Säurebinder
- Auffangen von freien Säuren
Silberionen
- Krankheitserreger, die sich gegen viele Medikamente abschotten können, sind in Krankenhäusern nicht auszumerzen. Besonders hoch ist die Infektionsgefahr, wenn Mikroorganismen sich auf Kathetern ansiedeln und in die Blutbahn gelangen. Silberionen sollen nun ungebetene Eindringlinge abwehren. Kleinste Silberteilchen werden in den Hohlräumen der Molekülketten von Polymeren eingearbeitet. Sie blockieren Enzyme, die den bakteriellen Energiestoffwechsel in Gang halten. Ein mit Keimen verseuchter Katheter mit aktiviertem Nanosilber reinigt sich selbst in kürzester Zeit: nach zwölf Stunden ist er keimfrei. Dabei bleibt die Abgabe von Silberionen um das 1000-fache unter dem Ausmaß, das für Menschen schädlich wäre, auch bei monatelanger Liegedauer.
Keramikplättchen
- Erhöhung der Dimensionsstabilität
- Verringerung der Wasseraufnahme (Barrierewirkung)
- höhere Festigkeit, Steifigkeit und Kriechfestigkeit
- geringere Wärmedehnung und Schwindung
- bessere Maßhaltigkeit
- sehr hohe Verschleißfestigkeit
Farbmittel
- Farbpigmente, meist in Form von Masterbatches
Schlagzähmodifier
- zumeist eingearbeitete Kautschuke
- Erhöhung der Schlagzähigkeit, besonders bei tiefen Temperaturen
Flammschutzmittel
- Reduktion des Gefahrenpotenzials bei Bränden
- Verschlechterung der mechanischen Eigenschaften
Antistatikum/ Leitruß
- Einstellung der elektrischen Eigenschaften

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